Grußwort
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Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
liebe Gäste im Tempel unseres Glaubens,
liebe Konsistoriale im Apostelamt unserer Kirche,

geht es nur mir so, oder vergeht das Jahr 2026 besonders schnell? Hatten wir nicht gerade erst die Weihnachtsdekoration verstaut, als schon Ostern gefeiert wurde? Und nun halten Sie bereits unser aktuelles Gemeindeblatt für die Sommermonate in Händen, das Sie durch die kommenden Wochen begleiten möchte – mit Informationen aus unserer Gemeinde und der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, mit Gedanken zum Glauben und mit Rück- und Ausblicken in die vielfältigen Angebote. Besonders freut es mich, dass in der letzten Zeit unsere unterschiedlichen Gottesdienstformate guten Zuspruch finden. Gerade hier liegt doch unser Schatz, der uns von weltlichen Institutionen unterscheidet. Überall in Europa scheint es wieder kirchliche Aufbrüche zu geben, wieso also nicht auch in Hanau?
Das Titelblatt steht unter dem biblischen Wort aus Psalm 91,1: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.“
Dieser Vers ist für mich wie ein Leitgedanke für das, was Kirche im Kleinen wie im Großen sein möchte: ein Ort der Geborgenheit, des Hörens auf Gottes Wort und der gemeinsamen Suche nach Vertrauen im Glauben. Und auch ein Schirm kann doch verstanden werden als ein geistlicher Schutz vor den Unwägbarkeiten des Lebens. Der Psalm erinnert uns daran, dass unser kirchliches Leben nicht zuerst aus Organisation, Terminen oder Strukturen besteht, so wichtig diese auch sind. Im Zentrum steht die Zusage Gottes: Wir sind gehalten. Wir sind begleitet. Wir leben unter seinem Schutz und Schirm, und vor allem in seiner Nähe.
Gerade in der Begegnung mit Ihnen in der Gemeinde und Stiftung erfahren wir zugleich, wie vielfältig die Lebenssituationen der Menschen sind, die diesen Gemeindebrief lesen: Freude und Dankbarkeit, aber auch Sorgen, Brüche und Unsicherheiten. Der „Schirm des Höchsten“ hebt diese Erfahrungen nicht auf – aber er stellt sie in einen größeren Zusammenhang: in Gottes verlässliche Gegenwart.
Nun lade ich Sie gerne ein, auf den folgenden Seiten die verschiedenen, kleinen Fenster in unser Leben als Gemeinde und Stiftung zu öffnen. Fühlen Sie sich eingeladen, zur Begegnung miteinander und zum gemeinsamen Weg im Glauben. Und bringen Sie gerne auch immer wieder Freunde und Bekannte mit – es soll ja immer noch Menschen in Hanau geben, die nicht wissen, dass wir bis zum heutigen Tag eine aktive Kirche sind.
Möge dieser Gemeindebrief Sie begleiten, informieren und ermutigen – und Sie spüren lassen, dass wir gemeinsam unterwegs sind und bleiben unter Gottes gutem Schutz.
Eine gesegnete und beschirmte Sommerzeit wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Torben W. Telder
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Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
liebe Gäste im Tempel unseres Glaubens,
liebe Konsistoriale im Apostelamt unserer Kirche,

in diesem Jahr schreitet das Kirchenjahr mit besonders schnellen Schritten voran. Erhielten Sie das vergangene Gemeindeblatt während des Advents mitten in den Vorbereitungen zu Weihnachten, so hält uns Ostern bereits auf Trab. Die Zeit eilt dahin, und manches Mal raubt sie einem auch den Atem.
Da kommt das Bibelwort des Titelbildes aus dem ersten Brief an die Christen in Thessaloniki gerade recht: Der Apostel erinnert uns daran, dass wir wohl das Wichtigste im Leben trotz Hektik und Hetze niemals vergessen dürfen: die Liebe. Liebe beginnt mit dem „Ja“ Gottes zu jedem einzelnen Menschen. Dies vergessen nicht nur Kriegstreiber oft, sondern schon in einem kleinen Streit kann dies in Vergessenheit geraden. Zur Zeit des Briefes erlebten die Thessalonicher Verfolgung und Not. Gerade in solchen Schwierigkeiten sollten sie sich wieder an die Liebe erinnern, als eine stabilisierende Kraft, die den Zusammenhalt stärkt.
Diese Liebe hat zwei Richtungen, denn der Apostel unterscheidet nicht zwischen „Insidern“ und „Outsidern“. Die Liebe soll sowohl untereinander, innerhalb der Gemeinschaft, als auch zu jedermann, also gegenüber allen Menschen, gelebt werden. Hier kommt der Apostel meinem Gemeindeverständnis und meinem Bild von Kirche sehr nahe: Wir sind Kirche nicht nur für uns selbst, sondern sollten immer unsere Türen offenhalten für den Fremden, den Suchenden und den Heimatlosen. Deshalb laden Sie bitte immer wieder Menschen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen ein.
Besonders in der „Heiligen Woche“ von Palmsonntag bis Ostersonntag bieten wir Ihnen ein reiches, liturgisches Gottesdienstangebot. Dankbar bin ich, dass wir wahrscheinlich wieder ein Anspiel der Kinder am Palmsonntag haben werden. Im Gemeindesaal werden wir uns an Gründonnerstag versammeln, um Tischgemeinschaft zu haben. Der Karfreitag erinnert an die Todesstunde und die Grabesruhe, bevor wir an Ostern beim Anbruch des Sonntags die Auferstehung feiern werden. So ist dies eine Hoffnungswoche, die für manches Leben steht: Eben noch war alles gut, dann bricht alles zusammen und man fühlt sich wie tot. Aber dies ist nicht das Ende, sondern mitten in der Nacht beginnt bereits die Zukunft eines verwandelten Lebens, mit neuen Chancen und Möglichkeiten.
Noch einmal zum Apostel, da ich an einem Wort hängen bleibe. Paulus schreibt vom „Wachsen“. In diesem Heft sehen Sie die Gemeindestatistik des vergangenen Jahres. Wir werden weniger, hauptsächlich wegen der Verstorbenen. Wenn aber im Tod Leben steckt und uns Wachstum verheißen ist, so lassen Sie uns gemeinsam nicht müde werden, für eine einladende und offene Kirche gemeinsam zu werben.
Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich schon jetzt eine gesegnete Osterzeit und ich freue mich, wenn wir uns dann und wann bei uns treffen.
Herzlich grüßt
Ihr Pfarrer Torben W. Telder
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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Kirche,
liebe Geschwister im HERRN,
die zweite Jahreshälfte hat schon längst begonnen, aber irgendwie kommt sie erst nach der Ferienzeit so richtig in Fahrt. Die zurückliegenden Monate waren für unsere Gemeinde ziemlich abwechslungsreich: da war das Familien- und Gemeindegründungsfest und an verschiedenen Orten feierten wir Oasen-Andachten. Wann immer wir unsere Kirchentüren geöffnet hatten, kamen interessierte Menschen und bewunderten nicht nur den Kirchenraum, sondern auch das, was wir darin anbieten. Ist es nicht schön, dass nach über 400 Jahren noch immer eine solche Ausstrahlungskraft von diesem Ort ausgeht?! Von Kraft und Zuflucht handelt auch der Monatsspruch für den Monat September.
Inmitten aller Herausforderungen und Ungewissheiten unseres Lebens ist es doch beruhigend zu wissen, dass wir eine Zuflucht und Kraftquelle in Gott haben. Der Psalmvers drückt diese Wahrheit schön aus und versichert uns, dass Gott unerschütterlich an unserer Seite ist, um uns durch unruhige Zeiten zu helfen. Und wie wichtig ein solcher Zuspruch ist, sehen wir tagtäglich in den Nachrichten. Krieg, Konflikte und Katastrophen hatten leider keine Sommerpause. Vielleicht mag es nun fromm klingen, aber müssten wir uns nicht viel mehr auf Gott verlassen, wenn wir sprachlos vor dem Zustand unserer Welt stehen? In Zeiten der Not, wenn wir uns überwältigt und bedroht fühlen, ist Gott unsere sichere Zuflucht. Er bietet uns Schutz vor den Stürmen des Lebens, ist ein Hafen, in dem wir Trost und Frieden finden können. Gottes TelderKraft ist grenzenlos, und in uns wachsen Kräfte, wenn wir uns auf ihn verlassen. In unseren Momenten der Schwäche macht er uns stark, uns unseren Herausforderungen zu stellen und den Mut zu finden, weiterzumachen.
Und so machen wir auch in den kommenden Monaten weiter. Mal gehen wir hinaus, mal laden wir Sie zu uns ein – sicherlich ist doch etwas für Sie dabei bei den zahlreichen Angeboten in Gemeinde und Stiftung. Gemeinsam können wir schöne Momente erleben und uns auch in traurigen Stunden nicht alleine lassen. Und wenn Sie unsere Kirche als einen Ort der Kraft und Zuflucht entdeckt haben, dann laden Sie doch bitte auch immer wieder Menschen aus Ihrem Familien- oder Freundeskreis ein, mitzukommen. Wie wäre es, wenn Sie mit all Ihren Lieben zum Beispiel das Tanzbein vor unserer Kirche beim Wein- und Walzerfest schwingen?
So wünsche ich Ihnen für den kommenden Herbst, in dem die Tage wieder kürzer werden, gesegnete Tage und die Gewissheit, dass Gott auch Ihre Zuversicht und Stärke ist und bleibt.
Herzlich grüßt
Ihr Pfarrer Torben W. Telder