Grußwort
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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, woher die Redewendung „zwischen den Jahren“ kommt? Zwischen den Jahren beschreibt heute in der Regel die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr. Ursprünglich umfasste der damit gemeinte Zeitraum entweder die sogenannten Rauhnächte (auch Zwölfnächte genannt) oder die Zeit zwischen dem Ende des alten Jahres (24. Dezember) und Beginn des neuen Jahres (6. Januar). Ich möchte diesen Ausdruck zweckentfremden, denn nach Weihnachten gehen wir mit schnellen Schritten auf Ostern zu. Zwischen Weihnachten und Ostern also lesen Sie dieses Gemeindeblatt. Allerdings ist diese „Zwischenzeit“ alles andere als ruhig. Der Terminkalender ist voll und auch das kirchliche Leben steht nicht still: Die Kirchenverwaltung hat das Haushaltsjahr 2019 abgeschlossen, Einladungen zur Jubelkonfirmation sind auf dem Weg, die Konsistoriumswahl steht an, Konfirmanden werden in einem Endspurt auf die Konfirmation vorbereitet und dann natürlich die vielen Gottesdienste zur Kar- und Osterzeit. Über zu wenige Aufgaben können wir also nicht klagen, aber das zeigt, wie lebendig unsere Gemeinde ist. Dies belegen auch die Statistiken, die Sie in diesem Gemeindeblatt lesen können: Wir dürfen dankbar sein, sowohl über die stabilen Zahlen als auch über den relativ jungen Altersdurchschnitt.
Beim Schreiben dieses Grußwortes fiel der Blick auf meine Ordinationsurkunde. 13 Jahre ist es nun her, dass ich vom Großen Konsistorium zum Hirten der Wallonisch-Niederländischen Kirche berufen wurde. Hirte und Herde stehen in einem „spannungsreichen“ Verhältnis zueinander und das macht es im wahrsten Sinne des Wortes spannend, wie der Weg aussehen wird, der vor uns liegt. Ich bin gespannt, welche sicherlich großartige Zukunft uns in 2020 erwartet.
Auf dieser Urkunde ist mein Ordinationsvers aus Psalm 127 vermerkt: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Nachdem wir vor fünf Jahren das neue Gemeindezentrum errichtet haben, stehen nun neue Bauvorhaben an. Davon können Sie auf den Seiten 10 und 11 lesen. Also war die Wahl des Verses damals sicherlich kein Zufall.
Bei alldem dürfen wir aber den nicht aus den Augen verlieren, der das Zentrum einer Kirche ausmacht: unseren Glauben. Manchmal ist er unheimlich stark, aber manchmal eben auch unendlich schwach. Die Jahreslosung aus Markus 9 „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ ermutigt uns gerade dann, voller Gottvertrauen ans Werk zu gehen und an Möglichkeiten zu glauben, die wir heute noch gar nicht sehen.
Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße
Ihr
Torben W. Telder, vdm - Pfarrer
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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
der Sommer und die Ferienzeit sind vorbei und ich hoffe, Sie konnten sich gut erholen und mussten nicht zu sehr unter der Hitze leiden. Während wir dieses Gemeindeblatt erstellten, lagen ereignis- und arbeitsreiche Wochen hinter uns. Am Gemeindegründungsfest haben wir uns von Pfarrerin Anja Berezynski verabschiedet. Es war ein gelungener Abschied im Gottesdienst und beim anschließenden Grillen, mit vielen Begegnungen und guten Gesprächen.
Eine Woche später haben wir an Pfingsten die Konfirmation gefeiert. Aus Kindern werden Erwachsene – wie die Zeit doch verfliegt. Um unsere Kirche herum und vor dem Gemeindezentrum wühlen sich Bagger durch das Erdreich. Wie bei Baubeginn des neuen Gemeindezentrums kamen auch hier wieder alte Grundmauern aus den Anfängen der Hanauer Neustadt zum Vorschein.
Und während wir auch in den Büroräumen „klar Schiff“ machten, fiel mir eine alte Spruchkarte in die Hand. Darauf stand ein Zitat von Lothar Zenetti: „Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, für den Schnee und den Wind, die Brandung, den Vogelflug und das Gras. Für die Luft, die wir geatmet haben und den Blick auf die Sterne, die Abende und die Nächte, die Umarmungen.
Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung, rufen wir in den Raum und warten gespannt. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht - Ich habe euch eingeladen soweit die Erde reicht. Es war mir ein Vergnügen!“
Diese Worte erinnerten mich an den auf dem Titelblatt abgedruckten Psalmvers: „Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“ Oftmals nehmen wir Gutes als viel zu selbstverständlich an und sehen eher das Negative als das Positive auf unserem Lebensweg.
Wir beklagen uns über den Mangel, anstatt die Fülle wahrzunehmen, die uns täglich umgibt. Manchmal braucht es nur ein Lächeln, das unseren Tag schon aufzuhellen vermag. Oder eine Begegnung reißt uns heraus aus trüben Gedanken. Und schon können aus Regentagen sonnige Augenblicke werden.
Gottesdienst feiern, Gemeinschaft erleben, angeregt werden an Kopf und Geist: dazu haben Sie wieder viele Gelegenheiten, wenn Sie in diesem Gemeindeblatt die aufgeführten Angebote anschauen. Kommen Sie doch mal wieder vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug. Was wir aus ihr machen, liegt an uns.
Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße Ihr
Torben W. Telder, vdm - Pfarrer
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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
in den vor uns liegenden Wochen werden viele in den Urlaub aufbrechen. Manche werden die Seele am Meer baumeln lassen, andere werden Kultur tanken und wieder andere werden vielleicht in die Berge fahren. Berge haben etwas Faszinierendes: Am Fuße sieht man den langen Weg vor sich, und auf dem Gipfel schaut man zurück und ist erstaunt, dass man den Aufstieg geschafft hat. Also, wenn man ihn geschafft hat… Denn manche überschätzen sich oder ihre Kräfte. Manchen machen Wetter oder Natur einen Strich durch die sorgfältige Planung. Dann greift bei einigen die Selbstmotivation: „Reiß dich zusammen, lass dich nicht hängen, beiß die Zähne zusammen. Es ist ja nicht mehr weit! Das Ziel schaffst du schon noch – wär‘ doch gelacht!“
Und in Wirklichkeit: Das Leben ist doch oftmals auch wie eine gescheiterte Bergtour, dass wir den Mut verlieren. Dass wir nicht mehr weiterwissen. Dass wir zu schwach und hilflos geworden sind und keine Kraft mehr haben. Natürlich müssen wir uns anstrengen, dürfen nicht zu schnell aufgeben. Natürlich müssen wir manchmal die Zähne zusammenbeißen und bei einer Sache aushalten, auch wenn sie uns zu schwer fällt und uns fast überfordert. Gerade dann erinnert uns der Prophet Jesaja an Gottes Zusage: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen“ (Jesaja 54, 10).
Mit dieser Ausgabe wird sich meine Kollegin Pfarrerin Berezynski von Ihnen verabschieden. Nach sechs Jahren Dienst an unserer Kirche ist für sie die Zeit gekommen, eine eigene Gemeinde zu übernehmen. Ihr Weg führt sie dafür von Hanau in die Schweiz. Wir werden sie im Gottesdienst am Gemeindegründungsfest verabschieden und Danke sagen für all das viele Gesehene und Ungesehene, was sie in unserer Gemeinde und in der Stiftung gewirkt hat. Wie und wann die Stelle neu besetzt werden wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
„Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen.“ Dass Sie diese Zusage für sich zu eigen machen können, wünsche ich Ihnen; nicht nur wenn Sie urlaubsreif und erholungsbedürftig sind, sondern gerade auch in solchen Stunden und Zeiten der Niedergeschlagenheit und der Niederlagen, in denen wir meinen, wir sind am Ende. Der Sommer lädt ein, auf Entdeckungstour zu gehen. So habe Gott Acht auf Sie auf Ihren Höhenflügen und Tiefpunkten, auf allen Ihren Wegen!
Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße Ihr
Torben W. Telder, vdm - Pfarrer