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Grußwort

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

Portrait Pfarrer Telder 2018 webwieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Die vor uns liegende Advents- und Weihnachtszeit lädt nicht nur zur Besinnung ein, auch viel Hektik und Stress machen sich (leider) breit. Es ist ebenso die Zeit zurückzublicken. 2019 war ein Jahr der Abschiede. Öfter als in den vorangegangenen Jahren, musste ich auf dem Friedhof Familien bei manch schwerem Abschied begleiten. Auch von meiner Kollegin, Pfarrerin Berezynski, mussten wir uns verabschieden, die sich aber gut in ihrer neuen Schweizer Heimat eingelebt hat. So lastet Vieles auf meinen Schultern, was vorher zwei gestemmt haben, und eine Pfarrstellenbesetzung scheint auf absehbare Zeit nicht möglich. Aber, Gott sei Dank, haben wir ein gutes Team im Gemeindebüro und dank der Unterstützung von Frau Trapani und Frau Baumann ist das Arbeitsfeld Kinder und Konfirmanden um vier fleißige Hände reicher, neben der ehrenamtlichen Unterstützung. 

Ein Psalmwort steht auf dem Titelbild: „Gott sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er lässt seinen Wind wehen, da taut es.“ Die Naturerscheinungen des Winters sind in Palästina oft nicht so häufig und nicht so gewaltig wie in unseren Breiten. Desto mehr dankten die Menschen früher Gott für die Rückkehr des Frühlings mit frohem Herzen. Wenn Gott es will und befiehlt, verschwinden Schnee und Eis und der Frühling kehrt zurück, wenn die Knospen sich wieder öffnen und die Vögel ihren Gesang ertönen lassen. Der Ablauf der Jahreszeiten mag nicht mehr so hart sein, wie bei früheren Generationen aber dennoch sehnen wir Menschen uns wieder nach Wärme und Licht, wenn es draußen eisig und dunkel ist. Darüber können auch die schön geschmückten und beleuchteten Straßen und Häuser nicht hinwegtäuschen. Jedes Licht trägt diese Sehnsucht in sich. 

Ein Licht ist auch damals im Stall von Bethlehem aufgegangen: Jesus Christus. Mit dieser Geburt wurden nicht nur die alten Prophezeiungen wahr, sondern wurde die Sehnsucht lebendig, dass sich das Leben verändert: mehr Frieden, mehr Hoffnung und mehr Liebe. Dieses Licht möchte in unseren Herzen brennen. Es möchte uns mit uns selbst und unseren Mitmenschen versöhnen, unsere zerbrochenen Hoffnungen heilen und neue Wege weisen. Und vor allem: es möchte uns nicht im Dunkeln stehen lassen, sondern zurück ins pralle Leben locken. Alles nur fromme Wünsche? Wohl kaum, denn sonst hätte Weihnachten schon längst seinen Zauber verloren. 

Verbunden mit meinem Dank für Ihre finanzielle und tatkräftige Unterstützung wünsche ich Ihnen einen besinnlichen Advent und ein lichtes Christfest. Gott habe Acht auf alle Ihre Wege und geleite Sie sicher von diesem ins neue Jahr.

Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße 

Ihr 

Torben W. Telder, vdm - Pfarrer

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

Portrait Pfarrer Telder 2018 web

der Sommer und die Ferienzeit sind vorbei und ich hoffe, Sie konnten sich gut erholen und mussten nicht zu sehr unter der Hitze leiden. Während wir dieses Gemeindeblatt erstellten, lagen ereignis- und arbeitsreiche Wochen hinter uns. Am Gemeindegründungsfest haben wir uns von Pfarrerin Anja Berezynski verabschiedet. Es war ein gelungener Abschied im Gottesdienst und beim anschließenden Grillen, mit vielen Begegnungen und guten Gesprächen. 

Eine Woche später haben wir an Pfingsten die Konfirmation gefeiert. Aus Kindern werden Erwachsene – wie die Zeit doch verfliegt. Um unsere Kirche herum und vor dem Gemeindezentrum wühlen sich Bagger durch das Erdreich. Wie bei Baubeginn des neuen Gemeindezentrums kamen auch hier wieder alte Grundmauern aus den Anfängen der Hanauer Neustadt zum Vorschein. 

Und während wir auch in den Büroräumen „klar Schiff“ machten, fiel mir eine alte Spruchkarte in die Hand. Darauf stand ein Zitat von Lothar Zenetti: „Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, für den Schnee und den Wind, die Brandung, den Vogelflug und das Gras. Für die Luft, die wir geatmet haben und den Blick auf die Sterne, die Abende und die Nächte, die Umarmungen. 

Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung, rufen wir in den Raum und warten gespannt. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht - Ich habe euch eingeladen soweit die Erde reicht. Es war mir ein Vergnügen!“

Diese Worte erinnerten mich an den auf dem Titelblatt abgedruckten Psalmvers: „Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“ Oftmals nehmen wir Gutes als viel zu selbstverständlich an und sehen eher das Negative als das Positive auf unserem Lebensweg. 

Wir beklagen uns über den Mangel, anstatt die Fülle wahrzunehmen, die uns täglich umgibt. Manchmal braucht es nur ein Lächeln, das unseren Tag schon aufzuhellen vermag. Oder eine Begegnung reißt uns heraus aus trüben Gedanken. Und schon können aus Regentagen sonnige Augenblicke werden. 

Gottesdienst feiern, Gemeinschaft erleben, angeregt werden an Kopf und Geist: dazu haben Sie wieder viele Gelegenheiten, wenn Sie in diesem Gemeindeblatt die aufgeführten Angebote anschauen. Kommen Sie doch mal wieder vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug. Was wir aus ihr machen, liegt an uns. 

Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße Ihr 

Torben W. Telder, vdm - Pfarrer

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

Portrait Pfarrer Telder 2018 web

in den vor uns liegenden Wochen werden viele in den Urlaub aufbrechen. Manche werden die Seele am Meer baumeln lassen, andere werden Kultur tanken und wieder andere werden vielleicht in die Berge fahren. Berge haben etwas Faszinierendes: Am Fuße sieht man den langen Weg vor sich, und auf dem Gipfel schaut man zurück und ist erstaunt, dass man den Aufstieg geschafft hat. Also, wenn man ihn geschafft hat…  Denn manche überschätzen sich oder ihre Kräfte. Manchen machen Wetter oder Natur einen Strich durch die sorgfältige Planung. Dann greift bei einigen die Selbstmotivation: „Reiß dich zusammen, lass dich nicht hängen, beiß die Zähne zusammen. Es ist ja nicht mehr weit! Das Ziel schaffst du schon noch – wär‘ doch gelacht!“ 

Und in Wirklichkeit: Das Leben ist doch oftmals auch wie eine gescheiterte Bergtour, dass wir den Mut verlieren. Dass wir nicht mehr weiterwissen. Dass wir zu schwach und hilflos geworden sind und keine Kraft mehr haben. Natürlich müssen wir uns anstrengen, dürfen nicht zu schnell aufgeben. Natürlich müssen wir manchmal die Zähne zusammenbeißen und bei einer Sache aushalten, auch wenn sie uns zu schwer fällt und uns fast überfordert. Gerade dann erinnert uns der Prophet Jesaja an Gottes Zusage: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen“ (Jesaja 54, 10).

Mit dieser Ausgabe wird sich meine Kollegin Pfarrerin Berezynski von Ihnen verabschieden. Nach sechs Jahren Dienst an unserer Kirche ist für sie die Zeit gekommen, eine eigene Gemeinde zu übernehmen. Ihr Weg führt sie dafür von Hanau in die Schweiz. Wir werden sie im Gottesdienst am Gemeindegründungsfest verabschieden und Danke sagen für all das viele Gesehene und Ungesehene, was sie in unserer Gemeinde und in der Stiftung gewirkt hat. Wie und wann die Stelle neu besetzt werden wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

„Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen.“ Dass Sie diese Zusage für sich zu eigen machen können, wünsche ich Ihnen; nicht nur wenn Sie urlaubsreif und erholungsbedürftig sind, sondern gerade auch in solchen Stunden und Zeiten der Niedergeschlagenheit und der Niederlagen, in denen wir meinen, wir sind am Ende. Der Sommer lädt ein, auf Entdeckungstour zu gehen. So habe Gott Acht auf Sie auf Ihren Höhenflügen und Tiefpunkten, auf allen Ihren Wegen!

Herzlich grüßt Sie aus der Gärtnerstraße Ihr 

Torben W. Telder, vdm - Pfarrer