Eröffnung der Abteilungen „Hanauer Neustadt“ und Papiertheatermuseum im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe
Mit der Eröffnung der beiden Dauerausstellungen am 29. Januar 2026 sind zwei weitere Meilensteine im Zuge der inhaltlichen und baulichen Erneuerung von Schloss Philippsruhe abgeschlossen. Auf rund 500 Quadratmetern lassen sich die Geschichte der Hanauer Neustadt und die Welt des Papiertheaters erkunden.
Die Dauerausstellung zur Hanauer Neustadt legt den Fokus auf die Entwicklung der Neustadt seit 1597 und die intereuropäischen Wechselwirkungen für Hanau. Hier lässt sich Geschichte erkunden, entdecken und mit allen Sinnen erleben.
Besuchende lernen in drei Räumen die Neustadtgründung, das Sozial- und Wirtschaftsleben sowie den Kulturtransfer von Tätigkeiten und Wissen durch die Neubürgerinnen und Neubürger kennen. Ein Ausblick auf Kontinuitäten bis heute schließt die neue Dauerausstellung ab.
Der Bereich Bildung und Vermittlung konnte an der Gestaltung der Ausstellung mitwirken und verschiedene interaktive und inklusive Stationen entwickeln. Darunter beispielsweise ein taktiles Tastgemälde des ersten Bürgermeisters der Neustadt René Mahieu und ein sprechendes Gemälde der Maler-Brüder Peter und Isaak Soreau, bei dem die Besuchenden Wissenswertes über die Familie und die Stillleben-Malerei erfragen und erfahren können.
Bei der Riechstation zum Gemälde das „Himmlische Theriak“ können vier Zutaten des „Allheilmittels“ erraten werden und bei einer Taststation im selben Raum lassen sich die Unterschiede zwischen Fayence und Porzellan erfühlen.
Im neu gestalteten Papiertheatermuseum entdecken Besuchende die faszinierende Welt der kleinen Bühnen interaktiv und analog. In den sechs stimmungsvoll inszenierten Ausstellungsräumen begibt man sich auf eine Zeitreise von den Anfängen der Druckgrafik bis zum heutigen Papiertheater. Im „Entdeckerraum“ innerhalb der Ausstellung erklärt ein Kurzfilm das „Wie und Was“ des Papiertheaters.
Die Museumsräume durchzieht eine für Kinder konzipierte Spur mit drei interaktiven Guckkästen, einer Bastelstation im Pädagogikraum und einem Mitmachttheater. Die Abenteuergeschichte „Lotta und der Papierfresser“ wurde eigens für das Papiertheatermuseum geschrieben und vertont. Im Pädagogikraum kann während des Ausstellungsbesuches gebastelt und gemalt werden.
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